
Von links: Mario Pramberger, Kathi Klinglmayr, Hannah Politor, Stefan Kirchweger, Victoria Hurth
Kremstaler Wirtschaft setzt auf mehr Zusammenarbeit – STUDIA unterstützt mit wissenschaftlicher Expertise
Schlierbach – Projekt „KoWIR“. Seit mehr als einem Jahr arbeiten engagierte Unternehmen, freiberuflich Tätige und landwirtschaftliche Betriebe aus der Region Kremstal intensiv an der Frage, wie sie durch Kooperation einander und die Region stärken können.
STUDIA Schlierbach trug ihre wissenschaftliche Expertise bei und befasste sich dazu mit folgenden Fragen: Wie können Wirtschaftskooperationen langfristig gelingen? Wie sieht die wirtschaftliche Vernetzung in unserer Region aus? Welches ökonomische Potenzial gibt es dadurch für die Region Kremstal?
Was wirtschaftliche Kooperation erfolgreich macht
Als erster Schritt interviewte STUDIA verschiedene wirtschaftliche und landwirtschaftliche Kooperationen. Die Auswertung zeigte: Eine tragende Vision, starke gemeinsame Ziele, gelebte Kooperationskultur und persönliches Engagement bilden die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Nutzen ist nicht nur im wirtschaftlichen Erfolg einzelner Betriebe zu finden, sondern auch in einer gestärkten und widerstandsfähigen regionalen Wirtschaft. Erfolgreiche Kooperationen schaffen innovative neue Wege: vom Austausch über betriebliche Herausforderungen bis zu gemeinsamen Aus- und Weiterbildungsangeboten.
Netzwerk: wenige Knoten, große Hebel
Um zu zeigen/verstehen, wie das regionale Wirtschaftsnetzwerk in der Region (Schlierbach, Oberschlierbach, Kirchdorf, Micheldorf, Inzersdorf, Pettenbach, Wartberg und Nußbach) aussieht, führte STUDIA zusätzlich eine Soziale Netzwerkanalyse durch. Dabei wird untersucht, wie Organisationen untereinander verbunden sind. Wer arbeitet mit wem und wie zusammen? Die Soziale Netzwerkanalyse zeigte, dass es in der Region zwar einige stark verbindende Unternehmenspersönlichkeiten mit intensiven Kooperationen gibt. Die Verbindungen der meisten Unternehmen sind aber zumeist sehr klassische Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Wirtschaftliche Kooperationen, die innovative Impulse auslösen gehen darüber hinaus. Das können beispielsweise gemeinsame Weiterbildungsangebote, regelmäßige Austauschrunden oder aber auch die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen sein. Für ein starkes regionales Wirtschaftsnetzwerk sind also alle Unternehmen aufgerufen, sich stärker untereinander zu vernetzen.
Messbare Effekte: Kooperation zahlt sich regional aus
Regionale Unternehmen, die auch bei anderen Unternehmen in der Region Produkte oder Dienstleistungen beziehen, schaffen Umsätze und Arbeitsplätze innerhalb der Region. Für das Projekt KoWIR berechnete STUDIA diese regionalwirtschaftlichen Effekte anhand von zwei Fallbeispielen. Ein Fallbeispiel war das Bschoad-Binkerl aus Schlierbach. Hier zeigte die Auswertung, dass fast 90% der verkauften Produkte aus der Region Steyr-Kirchdorf kamen – ein Garant für Umsatz und Arbeitsplätze in der Region.
Lebhafte Diskussion und Aufbruchsstimmung
Die Teilnehmer am Prozess und an der Präsentation der Ergebnisse diskutieren rege, was diese Ergebnisse für künftige Kooperationen bedeuten. Das Projekt KoWIR läuft noch bis Ende des Jahres und ist ein motivierender Impuls, weiter an gemeinsamen Wirtschaftsinitiativen im Kremstal zu arbeiten – und an Kooperation die weiter geht.
Der Verein Schlierbacher Wirtschaft, der das Projekt initiiert hat und auch führt zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Analyse von STUDIA. „Darüber hinaus läuft auch der Prozess besser als erwartet!“, freut sich der Vereinsvorstand. Wer beitreten möchte findet weitere Infos uns: https://kremstalerwirtschaft.at/
Mehr zum Projekt: KOWIR

