Mehrwert BLW

Projekttitel: Mehrwert Berglandwirtschaft

Das Ziel des Projektes besteht darin, die vermuteten Mehrleistungen der Berglandwirtschaft im Bereich der Ökosystemleistungen besser als bisher in Wert zu setzen.

Kuh mit vier Kälbern auf der Weide.

Dafür gilt es, neue marktfähige Geschäftsmodelle vor allem in Form von strategischen Partnerschaften mit der Wirtschaft in der Region NPK als Pilotregion zu entwickeln, um beiderseits (angebots- als auch nachfrageseitig) einen Nutzen erzielen zu können. Ziel ist damit die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und innovativer Geschäftsmodelle zur monetären Inwertsetzung der Ökosystemleistungen einer Berglandwirtschaft, wie sie in der Nationalpark OÖ. Kalkalpen Region existiert. Dadurch soll ein Beitrag zur betriebswirtschaftlichen Stabilisierung bzw. eine Möglichkeit zur Generierung eines alternativen Einkommens für die landwirtschaftlichen Betriebe geschaffen werden. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raumes geleistet werden und ÖSL der Region gewahrt bzw. erhöht werden. Die Ziele sollen durch eine nachvollziehbare, transparente und wissenschaftlich fundierte Herangehensweise und den Nachweis der relevanten Ökosystemleistungen für die Berglandwirtschaft auf Regions- bzw. Betriebsebene erreicht werden.

Nach der Erhebung der ÖSL auf der regionalen Ebene wird deren Umsetzungspotential durch die lw. Betriebe, als Ökosystemdienstleister, geprüft. Dafür wird sowohl die Einstellung der Betriebsleiterinnen als auch die strukturelle Gegebenheit der Betriebe überprüft. Zusätzlich werden betriebliche Parameter wie landwirtschaftliches Einkommen, Ressourceneinsatz, Emissionssituation und Umweltwirkungen erhoben und gemeinsam mit engagierten Betriebsleiterinnen die möglichen betrieblichen Mehrwerte einer Erbringung von ÖSL ausgearbeitet. Um eine Wertfeststellung und Vermarktung der ÖSL zu ermöglichen, müssen die ÖSL auf eine einheitliche Flächenbezugseinheit heruntergebrochen werden – im Idealfall kann ein homogenes, monetäres Bewertungssystem über alle ÖSL hinweg entstehen. Die Inwertsetzung der einzelnen ÖSL erfolgt anschließend über die Berechnung der Bereitstellungskosten durch den lw. Betrieb. In weiterer Folge werden mögliche Vermarktungsmechanismen recherchiert und mit den Be-triebsleiterinnen diskutiert sowie die vorhandenen und zukünftigen Rahmenbedingungen in allen Wert-schöpfungsbereichen (Konsumenten bzw. Produktebene, Dienstleistungs-/Umweltleistungs- bzw. Unternehmensebene und im Bereich der Öffentlichen Abgeltungen von ÖSL) aufgezeigt. Auf Basis der erhobener Daten und Erkenntnisse kommt es zur Entwicklung eines Geschäftsmodells mit konkreten Partnerinnen aus der Wirtschaft inkl. prototypischer Umsetzung und Evaluierung mittels Akzeptanzanalyse. Letztlich werden Handlungsempfehlungen zur Übertragbarkeit auf andere Regionen ent-wickelt und im Sinne des Wissenstransfers über die Partner*innen, deren Plattformen und Netzwerke weitergetragen bzw. der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Projektleitung: Verein nahtur

Projektpartner:

University of Applied Sciences Upper Austria (Campus für Wirtschaft und Management, Steyr – Digital Business, Agrarmanagment und -innovationen)
Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
Raumberg-Gumpenstein Research & Development
University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna (Institute für Agrar- und Forstökonomie)
Bio Austria